August Lämmle im Laufe der Jahre...

Professor ( 1876-1962) August Lämmle mit seiner Ehefrau Albertine.
Der Heimatdichter August Lämmle wurde 3.12.1876 in Oßweil als viertes von sechs Kindern des Bauern Adam Lämmle und seiner Frau ( sie war die Tochter des Schreiners Haußmann ) geboren. Im Jahre 1896 wurde er Volksschullehrer und später Realschullehrer ( ab 1910 ). 1901 heiratete er die Fabrikantentochter Albertine Raible aus Esslingen und hatte mit ihr 3 Kinder. Im ersten Weltkrieg war er Verwaltungsleiter im Reservelazarett in Tübingen. Bei all seinen Wirkungsstätten und Reisen durch die Region schnappte er laufend Ideen für seine Verse und Gedichte auf.
Ab 1904 begann er durch mundartliche Reime seinen Weg als Schriftsteller. Sein erstes Gedichtband mit dem Namen "Schwobabluat" erschien 1913. beim Verlag Salzer in Heilbronn. 1919 wurde er vom Schuldienst "beurlaubt" und übernahm die allgemeine Volksbildung. 1923 schließlich wurde er hauptamtlicher MA des Landesamtes für Denkmalpflege. 1924 gründete er die Schriftenreihe "Schwäbische Volkskunst" ; bis 1931 erschienen davon insgesamt 7 Bände. 1929 rief er die Zeitung "Württemberg" ins Leben, ein Organ für Heimatkunde und Heimatpflege; bis 1938 war er Herausgeber und Schriftleiter der Zeitung.
Erst 1938 trat er in den Ruhestand und konnte sich fortan seiner literarischen Arbeit widmen. Als 1940 seine Wohnung in Bad Cannstadt durch Bomben zerstört wird zieht er nach Ramteln bei Leonberg und wohnte dort bis zu seinem Tod am 6.2.1962.