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Der 30-jährige Krieg und seine Spuren in Oßweil.

Beginn des fürchterlichen und grausamen 30-jährigen Krieges im Jahre 1618 durch die Rebbelierung böhmischer Edelleute gegen die kaiserlichen Statthalter; Sie wurden durch die Fenster in den Graben der Prager Burg geworfen.

Als leidvolles Übel des 30-jährigen Krieges tauchten 1619 auch noch Soldaten des Unionsheeres in Oßweil auf und spielten sich als "Herrscher" auf. Die Herrschaft der Kaltentaler zu Oßweil endet 1621. Die Familie verzieht ins Schloss zu Osterzell. Der gesamte "kaltenthalsche Besitz zu Oßweil" wurde an Erasmus I Nothaft von Hochberg/N. für 33000 Gulden verkauft; inklusive Inventar wie zum Beispiel Pferde, Futter, Pflüge und Waffen.

Johann Erasmus Nothaft von Hohenberg übernimmt das Schloss Oßweil, konnte es aber in Folge der immensen Verluste, die er durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges erlitt, nicht halten. Er musste schließlich sein Rittergut verkaufen.

Die Soldaten des "Unionsheeres" wurden 1623 durch Württembergische Soldaten ersetzt; dieser quartierten sich nun in Oßweil ein und waren den Ossweilern "wohlgesonnen".

Durch die Pest verlieren in den Jahren 1626 bis 1627 leider Gottes 67 Einwohner von Oßweil ihr Leben, darunter auch 30 Kinder und Jugendliche. Kurz danach ziehen Wallensteins Truppen 1627 durch Oßweil und besetzen das Dorf im Jare 1630. Der wackere Hans Benz war 1628 der erste Schultheiß in Oßweil und Vermittler zwischen den Besatzern und der Oßweiler Bevölkerung.

Schwedische Verbände fliehen 1634 auf den Hohenasperg und wurden verfolgt von der kaiserlichen Truppe. Auf dem Weg dahin fielen die Schweden auch in Oßweil ein. Aber die Oßweiler versteckten sich hinter ihren Mauern und wussten sich zu wehren. Die Schweden hatten so eine Wut über die mannhafte Gegenwehr, dass die Hälfte Oßweils anzündeten und mindestens 5 Leute erschlugen.

Der Sieg der kaiserlichen Truppen war für Oßweil kein Vorteil. Zügellose Soldaten, Hunger und die Pest breiteten sich immer weiter aus.
- Das Ehepaar Nothaft von Hohenberg flieht nach Straßburg.

Als sie zurückkommen, finden sie ihr Schloss total verwüstet vor.

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